Fliegendes WLAN für Rettungseinsätze
Technology Review über Kommunikation in Krisengebieten
Autonome Fluggeräte sollen künftig die Kommunikation in Katastrophengebieten sicherstellen und Rettungsmaßnahmen erleichtern, berichtet das Magazin Technology Review in der aktuellen August-Ausgabe .
Nicht selten bricht bei einem Tsunami, einem schweren Erdbeben oder einer flächendeckenden Überschwemmung die elektronische Kommunikation vollständig zusammen. Schweizer Forscher von der Ecole Polytechnique in Lausanne arbeiten an sogenannten Schwarm-Mikroflugzeugen (Swarming Micro Air Vehicle, kurz SMAV), die dann neue Kommunikationsnetze knüpfen können. Dabei nehmen zehn bis dreißig Flugroboter über WLAN Verbindung miteinander und mit Helfern am Boden auf. So lässt sich ein Gebiet von einem Quadratkilometer abdecken und eine Kommunikationsverbindung mit etwa 1,2 Kilometern Länge bilden.
Die kleinen nur ein Kilogramm leichten Flugroboter könnten nicht nur bei Rettungseinsätzen hilfreiche Dienste leisten, sondern auch Fotografien oder Videoaufnahmen von Brennpunkten machen und wertvolle Informationen liefern. Probleme bereiten jedoch noch die nur 30 Minuten währende Flugzeit sowie die Windanfälligkeit.
Das Unternehmen SenseFly, das bereits Erfahrungen mit Roboter-Hilfsflügen hat und unter anderem Katastrophengebiete wie Haiti mit Drohnen kartierte, will die Schwarmroboter nun am Markt etablieren.
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