c’t stellt 13 Gigabit-WLAN-Router auf den Prüfstand

Gigabit-WLAN: Nie wieder Netzwerkkabel

Pressemeldung der Firma c't

Gigabit-WLAN schickt das Netzwerkkabel in Rente: Selbst quer durch die meisten Wohnungen schafft es mehr Durchsatz als Fast Ethernet. So gelingt die schnelle Internet-Verbindung verlustfrei bis in die hinterste Ecke. Erstmals gibt es eine größere Auswahl an Gigabit-Routern, doch fehlt vielen eine entscheidende Funktion, schreibt das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 01/14.

Mit dem neuen Standard IEEE 802.11ac ist WLAN endlich flott genug, um das alte Versprechen des LAN-Kabel-Ersatzes einzulösen: „Im Test konnten wir unter optimalen Bedingungen knapp 700 MBit/s herauskitzeln, das ist siebenmal so viel wie bei einem Fast-Ethernet-Link und das Dreifache des Vorgängers 802.11n“, berichtet c’t-Redakteur Ernst Ahlers, der 13Gigabit-WLAN-Router auf den Prüfstand stellte und bei keinem gravierende Ausfälle feststellte.

Das Gigabit-WLAN macht sich aber nur dann bemerkbar, wenn auch das verbundene Gerät über passende Hardware verfügt. Ein Notebook lässt sich am einfachsten über einen USB-Stick aufrüsten. Wer genug Experimentierfreude besitzt, tauscht die WLAN-Karte im Notebook gegen eine neue aus. „Das klappt allerdings nicht immer auf Anhieb und manchmal überhaupt nicht“, erläutert c’t-Experte Ernst Ahlers. Seinen Fernseher und andere Geräte ohne eigene WLAN-Fähigkeit kann man einfach mit einem Adapter ausrüsten, der zwischen Gigabit-Kabel und -WLAN vermittelt, eine sogenannte Bridge.

Je mehr Anwender das Gigabit-WLAN einsetzen, desto enger wird es im Funknetz so mancher Mehrfamilienhäuser. Praktischerweise gibt es die Technik DFS, die einen Router dazu befähigt, das ganze 5-GHz-Band zu nutzen. Allerdings sind viele Geräte nicht mit DFS ausgestattet. „Zehn Jahre nach der Einführung von DFS beherrschen immer noch zu wenige WLAN-Router diese essenzielle Technik für das 5-GHz-Band“, bemängelt c’t-Experte Ernst Ahlers. „Das ist sehr ärgerlich, denn es schränkt die Gebrauchstauglichkeit enorm ein.“ Ohne DFS wird auch der neue WLAN-Standard von Schnell- wieder zum Langsamfunk.



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