Google ist neuer Gesellschafter des DFKI

Pressemeldung der Firma Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH

Die Google Deutschland GmbH hat einen Gesellschaftsanteil des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz erworben und wird dessen 17. Industriegesellschafter. Das DFKI ist damit das bislang einzige Forschungsunternehmen in Europa, an dem sich Google durch eine Kapitaleinlage und einen Sitz im Aufsichtsrat als Industriegesellschafter beteiligt. Damit intensiviert Google die Kooperation mit der Wissenschaft in Deutschland und Europa und stärkt die Zukunftsperspektiven des Produktportfolios; das DFKI ergänzt seinen renommierten Gesellschafterkreis, institutionalisiert die Zusammenarbeit und erleichtert den Transfer für Innovationen aus der Forschung in Wirtschaft und Gesellschaft.

Mit Google als Industriegesellschafter der gemeinnützigen DFKI GmbH wird die Zusammenarbeit auf die nächste Stufe gehoben und die Attraktivität des DFKI für Absolventen, Mitarbeiter und Auftraggeber wird nochmals drastisch erhöht. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer

erklärt: “Für das Saarland ist Google als neuer DFKI-Gesellschafter ein weiterer Beleg für die Exzellenz der saarländischen Informatik. Das Engagement des Weltunternehmens Google unterstreicht beeindruckend die Strahlkraft des DFKI und die des Standortes insgesamt. Wir freuen uns auf die Ergebnisse dieser Partnerschaft und auf die Beiträge für die weitere Ausgestaltung der digitalen Gesellschaft."

Google ist für deutsche Informatikstudenten in aktuellen Umfragen – vgl. trendence Graduate Barometer 2015 – Deutschlands attraktivster IT-Arbeitgeber. Das DFKI bietet mit Standorten und Labors in 5 Bundesländern, mit seiner engen Verbindung zu Google, mit seinen 6 Living Labs und mit dem hochklassigen Gesellschafterkreis ein ideales Karrieresprungbrett für die besten Informatikdoktoranden.

„Wir wollen den digitalen Wandel gestalten, auch das Internet der Dinge zu unserem Vorteil nutzen. Die Partnerschaft von DFKI und Google bietet dabei gute Entwicklungschancen. Der richtige Umgang mit wachsenden Datenmengen ist ein zentrales Thema und betrifft den Schutz und die Sicherheit unserer Daten gleichermaßen. Der Dialog von Google mit der deutschen Spitzenforschung zu diesen wichtigen Themen kann dabei helfen, verlässliche und alltagstaugliche, aber auch verständliche und verbraucherfreundliche Lösungen für eine digitaler werdende Gesellschaft zu entwickeln“, sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die globale Marktpräsenz von Google eröffnet die einmalige Chance, durch nutzerorientierte Innovationen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz die Chancen der Digitalisierung aller Lebensbereiche weltweit über das Internet der Dienste und der Dinge entscheidend zu verbessern und die Risiken zu minimieren. Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, CEO DFKI: „Ich bin sicher, dass wir die Mobilität, das Wohnen und das Arbeiten der Zukunft mit der nächsten Generation autonomer Assistenzsysteme in Innovationsverbünden mit Google und anderen Marktführern aus unserem Gesellschafterkreis in der nächsten Dekade revolutionieren können, wenn wir die möglichen technologischen Durchbrüche im Bürgerdialog frühzeitig auf den erzielbaren Nutzwert und ihre breite Akzeptanz überprüfen.“

Dr. Wieland Holfelder, Engineering Director, Google Germany GmbH: "Seit der Eröffnung unseres ersten Büros in Deutschland im Jahr 2001 haben wir fortwährend die Nähe und den Austausch mit hiesigen Wissenschaftlern und Technologie-Experten gesucht und ausgebaut. Mit dem DFKI als einer der international renommiertesten Forschungseinrichtungen verbindet uns darauf basierend eine langjährige enge Partnerschaft. Wir freuen uns sehr, diese nun als Gesellschafter weiter vertiefen zu können. Wir sehen große Chancen, gemeinsam mit den weiteren namhaften Gesellschaftern die spannenden Forschungsthemen des DFKI noch besser unterstützen und stärken zu können. Wir hoffen, dass daraus hervorgehende technische Entwicklungen Eingang in Google-Services finden, so dass unsere Nutzerinnen und Nutzern weltweit davon profitieren können."

Die Zusammenarbeit zwischen Google und DFKI ist vielfältig. So vergibt das IT-Unternehmen regelmäßig Forschungs- und Entwicklungsaufträge an das DFKI. Forschern des DFKI wurde seit 2005 bereits neun Mal ein internationaler Forschungspreis von Google verliehen. Auch über Personaltransfers sind die Verbindungen seit vielen Jahren intensiv:

mehr als 30 ehemalige Mitarbeiter und Studenten von DFKI-Professoren arbeiten seit Jahren in Google-Büros in München, Zürich und Mountain View. Das DFKI hat aber auch mehrfach Google-Forscher aus den USA für sich gewinnen können, zuletzt Dr. Georg Heigold, einen der Pioniere des Deep Learning, einer Renaissance des maschinellen Lernens auf der Basis mehrschichtiger neuronaler Netze.

Google und DFKI verbindet aber nicht nur bei Kundenprojekten und Aufträgen eine Innovationspartnerschaft. Wahlster: „Anfang September hatte ich das Vergnügen, als Schirmherr und Eröffnungsredner an der ersten Solve X Veranstaltung von Google in Europa mitzuwirken, bei der junge Wissenschaftler aus ganz Europa Lösungsansätze für große Probleme der Menschheit vorstellten. Herausragende interdisziplinäre Denker aus der ganzen Welt haben danach in Berlin die Chancen und Risiken dieser Moon Shot-Ideen intensiv diskutiert und Wege zu deren Umsetzung aufgezeigt.“

Die Pressekonferenz in Saarbrücken wurde durch eine Reihe von Live-Systemdemonstrationen ergänzt. Themen waren: Big Data-Textanalyse, Relationsextraktion, 3D-Objektscanning, Social Media Monitoring, Intelligentes semantisches TV, 3D-Internet, Industrie 4.0, CeBIT Innovation Award Gewinner Display as a Service – DaaS.



Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Telefon: +49 (631) 205-750
Telefax: +49 (631) 205-75503
http://www.dfki.de



Dateianlagen:
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH wurde 1988 als Public-Private Partnership (PPP) gegründet. Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und ein Projektbüro in Berlin. Das DFKI ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien auf der Basis von Methoden der Künstlichen Intelligenz die führende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung Deutschlands. In fünfzehn Forschungsbereichen und Forschungsgruppen, acht Kompetenzzentren und sechs Living Labs werden ausgehend von anwendungsorientierter Grundlagenforschung Produktfunktionen, Prototypen und patentfähige Lösungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie entwickelt. Die Finanzierung erfolgt über Ausschreibungen öffentlicher Fördermittelgeber wie der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), den Bundesländern und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie durch Entwicklungsaufträge aus der Industrie. Der Fortschritt öffentlich geförderter Projekte wird zweimal jährlich durch ein internationales Expertengremium (Wissenschaftlicher Beirat) überprüft. Im Rahmen der alle fünf Jahre stattfindenden Evaluierung durch das BMBF wurde das DFKI 2010 erneut sehr positiv beurteilt. Neben den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Bremen sind im DFKI-Aufsichtsrat zahlreiche namhafte deutsche und ausländische Hochtechnologie-Unternehmen vertreten. Das erfolgreiche DFKI-Modell einer gemeinnützigen Public-Private Partnership gilt national und international als zukunftsweisende Struktur im Bereich der Spitzenforschung. Das DFKI engagiert sich in zahlreichen Gremien für den Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland und genießt weit über Deutschland hinaus hohes Ansehen in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Derzeit arbeiten 457 hochqualifizierte Wissenschaftler und 371 studentische Mitarbeiter aus mehr als 60 Nationen an 180 Forschungsprojekten. Das DFKI dient als Karrieresprungbrett für junge Wissenschaftler in Führungspositionen in der Industrie oder in die Selbstständigkeit durch Ausgründung von Unternehmen. Mehr als 60 Mitarbeiter wurden im Laufe der Jahre als Professorinnen und Professoren auf Lehrstühle an Universitäten und Hochschulen im In- und Ausland berufen.


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