Historisch-politischen Hohenheim-Verlag übernehmen und weiter entwickeln

Erbe des renommierten Verlegers Ulrich Frank-Planitz steht zum Verkauf I Erste Interessenten für den einzigen historisch-politischen Verlag aus und für die Metropolregion Stuttgart haben bereits Verbindung aufgenommen

Pressemeldung der Firma Thomas SCHULZ

Andreas Elsässer, Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter aus Stuttgart, will den Hohenheim-Verlag im Zuge eines Investorenprozesses verkaufen. Er wurde Ende des Jahres 2013 vom Amtsgericht als Geschäftsführer des Verlagshauses eingesetzt.

„Die Witwe des renommierten Verlegers Ulrich Frank-Planitz, Frau Renate Frank-Jostmann, ist in diesem Jahr mit der Bitte auf uns zugekommen, das Erbe ihres Mannes und somit den einzigen historisch-politischen Verlag aus und für die Metropolregion Stuttgart zu erhalten“, erklärt Elsässer. „Unsere vorbereitenden Arbeiten für den Verkauf dieser Verlagsgesellschaft hat Frau Frank-Jostmann noch begleiten können, bevor sie vor wenigen Wochen verstarb.“

Umso mehr sehe er sich in der Verantwortung, für das im Jahre 2000 von Michael Klett und Ulrich Frank-Planitz in Stuttgart gegründete Verlagshaus einen Investor zu finden, erklärt Elsässer.

Erste Interessenten hätten bereits Verbindung mit ihm aufgenommen, noch bevor der geordnete Investorenprozess angestoßen wurde. „Wir befinden uns noch in einer ganz frühen Phase des Verkaufsprozesses“, so Elsässer. „Die ersten Anfragen stimmen mich recht optimistisch, dass der Hohenheim-Verlag auch in Zukunft mit höchsten Standards und Qualitätsansprüchen den Medien- und Verlagsstandort Stuttgart stärken kann und wird“.

Zum Hohenheim-Verlag

Nachdem die Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) Ende der 1990er Jahre deren Umzug nach München beschlossen hatte, haben Klett und Frank-Planitz am Neckar einen historisch-politischen Verlag etabliert – den Hohenheim-Verlag. Zu dessen Autoren zählen so bekannte Namen wie Wieland Backes, Arnulf Baring, Rainer Barzel, Hans-Dietrich Genscher, Curt Goetz, Roman Herzog, Theodor Heuss, Gerhard Konzelmann, Isolde Kurz, Bernd-Lutz Lange, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Erich Loest, Edzard Reuter, Annette Schavan, Walter Scheel, Helmut Schmidt, Peter Sodann, Lothar Späth, Richard von Weizsäcker oder Ulrich Wickert.

Elässer führt weiter aus, dass sich der Buchmarkt in jüngster Vergangenheit stabilisiert habe, der Umsatzanteil bei Sachbüchern sogar wachse. Innerhalb dieses Sachbuchmarktes wachse derzeit der Anteil in der Warengruppe ‚Politik, Gesellschaft und Wirtschaft‘ besonders stark.

„Die Verlagsgesellschaft ist schuldenfrei, das Autorennetzwerk ist nach wie vor vital und es existiert noch ein großer Buchbestand.“, so Elsässer. „Insbesondere im Stuttgarter Raum ist der Hohenheim-Verlag ein Maßstab für zeitgeschichtliche Literatur, dessen Potenzial im Bereich der elektronischen Bücher bzw. Medien im Stile eine Start-Up-Unternehmens auf- und ausgebaut werden kann“.

Zu Ulrich Frank-Planitz

Der 1936 in Zwickau geborene Frank-Planitz war bis Ende 1997 Verleger der DVA und bis 2003 Sprecher des Beirats der Leipziger Buchmesse. Nach seinem Ausscheiden aus der DVA Ende 1997 und dem Umzug des DVA nach München gründete Frank-Planitz gemeinsam mit Michael Klett den Hohenheim Verlag in Stuttgart und Leipzig, dessen Inhaber er dann wurde und den er mit seiner Frau Renate Frank-Jostmann führte.

Über Andreas Elsässer

Elsässer ist spezialisiert auf die Begleitung von Unternehmen in der Krise. Neben der Funktion als Sanierungsgeschäftsführer in außergerichtlichen Sanierungen nimmt dabei die Einleitung und Betreuung von sogenannten Schutzschirmverfahren einen immer breiteren Raum in dessen Tätigkeit ein.

Im Sanierungsbereich trat er mit seinem Team überregional bei der Allgäuland Käsereien GmbH oder beim ersten Schutzschirmverfahren in der Region bei Graupner Modellbau in Erscheinung.



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