Erfolgreicher Aufstieg: 5 Jahre Fischtreppe in Geesthacht

Bereits 1,7 Millionen Tiere nutzten Vattenfalls Fischaufstiegsanlage

Pressemeldung der Firma Vattenfall GmbH

Seit Inbetriebnahme am 1. August 2010 bietet Vattenfalls Fischaufstiegsanlage am Nordufer der Elbe bei Geesthacht verschiedenen Fischarten einen geeigneten Wanderweg. In den vergangenen fünf Jahren haben bereits rund 1,7 Millionen Fische aus 50 verschiedenen Arten die Anlage passiert. Das Bauwerk besteht aus 49 Becken und ermöglicht den Fischen die Überquerung der Staustufe in Geesthacht. Für wandernde Arten wie Fluss- und Meerneunaugen, Lachs oder Störe stellt das 4,5 Meter hohe Wehr ein Hindernis auf dem Weg zu Laich- und Aufwuchsgebieten dar. Durch die Anlage wird neben der Gewährleistung des Artenschutzes auch eine überregionale Verbesserung des Flusssystems ermöglicht.

Europas größte Fischaufstiegsanlage ist das Ergebnis sorgfältiger Planungen, an denen neben Vattenfall das Institut für angewandte Ökologie (IfÖ), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG) und die Firma KED Ingenieure beteiligt waren. „Mit der Fischaufstiegsanlage in Geesthacht wurde zum ersten Mal eine Anlage von Grund auf nach den Bedürfnissen der Fische entwickelt“, sagt Dr. Beate Adam, Leiterin des IfÖ. Durch einen turbulenzarmen Korridor mit moderaten Fließgeschwindigkeiten können sowohl schwimmstarke als auch -schwache Fische die Staustufe problemlos überwinden. Anschließend landen sie in einem zentralen Auffangkorb. Jeder einzelne Fisch wird vom IfÖ nach seiner Art bestimmt, vermessen und gewogen, bevor er über eine Rutsche zurück in die Elbe gelangt. In Spitzenzeiten werden bis zu 30.000 Exemplare pro Tag gezählt. „Ein solch intensives, lückenloses Monitoring wird nirgendwo sonst betrieben“, ergänzt Adam.

Auf der Fachkonferenz Fish Passage im niederländischen Groningen erhielt die Anlage im Juni dieses Jahres eine Anerkennung als „Herausragendes Projekt in Fischereiwesen & Ökohydrologie“. Herman Wanningen, Direktor der World Fish Migration Foundation stellte die Fischtreppe in seinem Buch „From Sea to Source“ vor. Der Experte erläutert: „Der Fischpass in Geesthacht hebt sich vor allem dadurch ab, dass er nicht selektiv, sondern für sämtliche Arten designt ist. Das ist weltweit einzigartig und setzt Standards. Ein großes Problem braucht eine große Lösung – die ist in Geesthacht gelungen.“

Mit der Fischaufstiegsanlage baut Vattenfall den Schutz des Lebensraumes Elbe weiter aus. Hierzu zählt auch das langfristig angelegte, von der Bundesregierung unterstützte Wiederansiedlungsprogramm für den Stör. Die Anlage ist eine von vielen Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen im Rahmen der Errichtung des Kraftwerkes Moorburg.

Interessierte haben die Möglichkeit, mehr über die Fischtreppe zu erfahren: Anschauliche Informationen erhalten sie direkt vor Ort. Um eine vorherige Terminvereinbarung wird unter Tel. 040 57011 3200 oder per Mail an fischaufstieg@vattenfall.de gebeten.

Weitere Informationen zur Fischaufstiegsanlage finden Sie unter: www.vattenfall.de/fischaufstieg



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